Aus dem Schulleben - Auszüge aus der Schulchronik

Aus der Schulchronik

Bei dem großen Brand im Jahre 1740 ist vermutlich auch das Schulhaus mit abgebrannt.
Danach errichtete man aus den Bauteilen eines angekauften alten Försterhauses aus Weyhausen das Küsterhaus, das im Jahre 1860 durch den Ausbau einer Schulstube, einer Stube und einer Kammer nach Süden hin verlängert wurde. Die Schulstube bot Raum für 61 Kinder.
Da sich die Schülerzahl auf über 70 belief, wurde der Schulgemeinde vom königlichen Konsistorium aufgegeben, die Schulstube zu vergrößern. Infolgedessen wurde der Anbau aus dem Jahr 1860 niedergerissen und darauf die südliche zweistöckige Hälfte des Hauses neu erbaut. Der Erweiterungsbau, den Maurermeister Dettmer aus Winsen ausführte, wurde Mitte August 1886 begonnen und am 1. November desselben Jahres vollendet.

Als bisherige Lehrer werden Paulmann, Martens sen., Martens jun. und Hohmann genannt. Letzterer wurde am 4. Juni 1816 zu Wulflade bei Neustadt am Rübenberge geboren. Er war zuerst 8 1/2 Jahre Lehrer in Metzingen, in Spechtshorn und Beedenbostel. Darauf wurde er am 14. April 1844 in Garßen definitiv angestellt. Er verwaltete die Schule bis zu seiner Pensionierung am 1. Juli 1884. Bei seinem Abgang wurde ihm durch den Herrn Pastor Fiesel das allgemeine Ehrenzeichen überreicht.

Hohmanns provisorischer Nachfolger wurde der Lehrer Karl-August Könnecke. Er wurde am 31. Januar 1862 zu Schwüblingen Kreis Burgdorf geboren. Nachdem er 2 3/4 Jahre die Präparandenanstalt in Burgdorf und 3 Jahre das Seminar zu Lüneburg besucht hatte, wurde er zunächst Küster und Lehreradjunkt in Brelingen angestellt, dann 3/4 Jahre später, am 1. Juli 1884, mit der provisorischen Versehung des Kapellenküsters und des Schuldienstes zu Garßen betraut. Laut Anstellungsurkunde vom 12. März 1885 ist der Lehrer Köennecke provisorisch angestellt, jedoch ohne Hoffnung der Nachfolge. Am 2. Oktober 1886 erfolgt die definitive Anstellung.

Der Handarbeitsunterricht wurde im Juni 1886 eingeführt und die Ehefrau des Schuhmachers Heinrich Bühring als Handarbeitslehrerin angestellt. Das Gehalt wurde auf 50 Mark festgesetzt.

Nach dem ältesten sich bei den Schulakten befindlichen Dienstanschlag vom 17. November 1873 betrug das Einkommen der Lehrerstelle 211 Taler. Es wurde am 18. März 1874 auf 250 Taler erhöht.

Der Lehrer Hohmann, der fast 40 Jahre lang in Garßen als Lehrer und Kapellenküster tätig war, ist am 3. April 1893 zu Jerksheim im Herzogtum Braunschweig verstorben.

Bis zu Anfang des Jahres 1899 ging der Kirchhof bis auf ca. 1 1/2 m an das Schulgebäude heran. Etwa 50 Jahre früher war hier zuletzt begraben worden. - Als sich im Februar 1899 ein hiesiger Einwohner erhängte und, wie dies bei Selbstmördern bis dahin üblich war, an der Westseite der Kapelle begraben wurde, mußte nach dem Gutachten des Kreisfiskus Dr. Langehanns aus Celle auf Anordnung des königlichen Landratsamtes die Leiche ausgegraben und anderweitig beerdigt werden, da das Grab nicht tief genug und zu nahe beim Schulbrunnen angelegt war. Gleichzeitig wurde der Gemeinde Garßen aufgegeben, einen 10 m breiten Streifen längs des Schulgebäudes vom Kirchhof durch einen Draht abzutrennen und zu Beerdigungszwecken nicht mehr zu benutzen. Dieser Streifen wurde dem damaligen Inhaber der Schulstelle für die Dauer seiner Amtstätigkeit vom Gemeindeausschuß zur freien Benutzung überwiesen. Als Gegenleistung übernahm der Stelleninhaber, den vorgeschriebenen Zaun für den billigen Preis von 15 Mark zu liefern. Die Unterhaltung dieses Zaunes war jedoch Sache der Gemeinde.

Nachdem der Lehrer August Könecke am 15. April 1903 als Hauptlehrer nach Neuhof berufen wurde, ernannte die königliche Regierung den Lehrer August Windisch zu seinem Nachfolger. Dieser wurde am 20. Mai 1873 zu Bierde/Kreis Fallingbostel geboren. - Nachdem er 2 1/2 Jahre die Präparandenanstalt und 3 Jahre das Seminar zu Lüneburg besucht hatte, wurde er zunächst als Lehrer in Hamwiede bei Walsrode angestellt. Diese Stelle verwaltete er von Michaelis 1893 bis Ostern 1900. Dann versetzte ihn die königliche Regierung nach Groß Rassau bei Hitzacker an der Elbe, wo er die Schulstelle bis zum 14. April 1903 innehatte. Ab 15. April 1903 wurde ihm die hiesige Lehrer- und Küsterstelle übertragen.

Da seit 1910 die Schülerzahl mehr als 100 betrug, sollte im Jahre 1914 die zweite Lehrerstelle eingerichtet und seine weitere Klasse mit Wohnung auf dem von Hofbesitzer Heinrich Lilie gekauften Grundbesitz von 1/2 ha erbaut werden. Infolge Ausbruchs des Weltkrieges wurde dieser Plan zuückgestellt und konnte auch nach Beendigung des Krieges wegen des hohen Preises und wegen Knappheit der Rohstoffe nicht ausgeführt werden.

Die Einstellung einer zweiten Lehrkraft war notwendiger denn je geworden, da einmal die Schülerzahl nicht gefallen war und zum anderen der einzige Lehrer infolge der vielen Arbeit an der großen Schule erkrankte und deshalb 4 Wochen Urlaub nehmen mußte.

Der damalige Schulvorstand beschloß in seiner Sitzung am 20.5.1920 die Anstellung einer zweiten Lehrkraft, und der Gemeindeausschuß bewilligte die Mitteil hierzu. Die Regierung in Lüneburg wurde um Genehmigung gebeten, beide Klassen in einem Raum unterrichten zu dürfen, da die Beschaffung eines zweiten Klassenraumes zur Zeit unmöglich sei. Die Genehmigung hierfür wurde gegeben und auch für die Errichtung der zweiten Lehrerstelle.

Vom 1. August 1920 bis 17. September des gleichen Jahres wurde der erkrankte und beurlaubte Kantor Windisch von dem Schulamtsbewerber Lühring aus Suderburg, der bislang in Wathlingen war, vertreten. Dieser versah dann noch bis zum 31. Oktober 1920 die zweite Lehrerstelle, deren Verwaltung vom 1. November 1920 an dem Schulamtsbewerber Erich Paetz aus Tuthenberg/Kreis Schlochau vom Herrn Minister übertragen wurden. Herr Lühring ging wieder nach Wathlingen zurück, da dort inzwischen eine neue Lehrerstelle geschaffen war und der Schulvorstand um eine Zurückversetzung des Herrn Lühring gebeten hatte. Herr Paetz nach sodann an der in Celle gegründeten Arbeitsgemeinschaft teil und legte am 20.12.1921 vor der Prüfungskommission seine Prüfung mit gutem Erfolg ab. Darauf wurde er am 30.6.1923 einstweilig und am 1.9.1924 endgültig angestellt.

Im Schuljahr 1924 wurde der Erwerb des Knoop'schen Hofplatzes als Bauplatz für die zu errichtende neue Schule beschlossen.

Am 18. Februar 1925 hatten Gemeindevorsteher Sohnemann und die beiden Lehrer Gelegenheit, über den sch lange geplanten Schulneubau mit dem Herrn Schulrat zu sprechen, dessen Anregungen dazu führten, daß Herr Bausekretär Rauch aus Celle mit der Anfertigung einer Zeichnung beauftragt wurde. Diese wurde vom Schulvorstand und Gemeindeausschuß für gut befunden und der Regierung zur Genehmigung vorgelegt. Später beschlossen Gemeindeausschuß und Schulvorstand, eine Baukommission zu wählen die persönlich mit dem Herrn Oberregierungsbaurat v. Steinwehr in Lüneburg über den Schulneubau verhandeln sollte.

Am 12. März 1927 wurde der Schulneubau vergeben, und am 20.3. begann man bereits mit dem Ausschachten am 25.5.1927 konnte das neue Schulhaus unter Teilnahme des Schulvorstandes und des Gemeindeausschusses gerichtet werden. Eine kleine Feier beim Gastwirt Gellermann schloß sich dem Ereignis an.

Am 30. März 1928 war die feierliche Einweihung der neuen Schule. Hierzu waren - außer Lehrer und Kinder - Landrat Heinichen, Kreisschulrat Bährens, Regierungsbaurat Fleck, Architekt Pein, der Schulvorstand, der Gemeindeausschuß, einige Mitglieder der Gemeinde sowie die Meister der an dem Bau beteiligten Handwerker anwesend. Mit dem Gesang "Lobet den Herrn" zogen die Teilnehmer von der alten vor die mit Girlanden geschmückten Pforten der neuen Schule. Dort übergab Architekt Pein dem Vorsitzenden des Schulvorstandes, Herrn Pastor Stoffregen, mit den besten Glückwünschen den Schlüssel zum neuen Haus.
Bevor Pastor Stoffregen die Schultüren öffnete, sprach er ein kurzes Gebet. Nach dem Gesang "Unseren Eingang segne Gott" betraten die Teilnehmer die neue Schule. Dort leitete Kantor Windisch die Feier mit der Verlesung eines Bibelwortes und dem Gesang "Nun danket alle Gott" ein. In der darauffolgenden Andacht gedachte Herr Pastor Stoffregen der schweren aber segensreichen Erziehungsarbeit, die in der neuen Schule geleistet werden muß, die aber nur mit der Hilfe des allmächtigen Gottes gelingen kann. Lehrern und Kindern wünschte er fröhliche Stimmung an allen Unterrichtstagen.
Landrat Heinichen und Schulrat Bährens beglückwünschte die Gemeinde zu dem Schulbau. Sie gedachten der Schwierigkeiten, die zu überwinden waren, bis der Bau ernstlich in Angriff genommen werden konnte.
Gemeindevorsteher Sohnemann übernahm die Schule in die Obhut der Gemeinde und versprach, der Schule stets seine regste Aufmerksamkeit, sein Wohlwollen und seine Unterstützung zu widmen.
Lehrer Paetz sprach der Gemeinde und den Behörden seinen Dank für die Erbauung der Schule aus und hoffte, daß Gemeinde und Schule friedlich zusammenarbeiten werden. Kantor Windisch wies der Schule eine dreifache Aufgabe zu: sie solle eine Heimatschule, eine deutsche und eine christliche Schule werden.

Nach der Besichtigung der neuen Räume, die den Beifall sämtlicher Herren fande, wurde die Einweihung beendet.

Im Schuljahr 1931 erkrankte Lehrer Windisch. In dieser Zeit wurden beide Klassen zusammenunterrichtet.

Am 15. April 1933 konnte Herr Windisch sein 30jähriges Ortsjubiläum feiern. Am 1. April 1934 trat er in den Ruhestand. Er verzog zum 1. Mai nach Hannover.

Vom 12. April 1934 an, dem Tag des Schulbeginns, verwaltete Lehrer Alfred Peinert die erste Lehrerstelle auftragsweise. Am 1. Mai 1935 wurde vom Herrn Regierungspräsidenten die erste Lehrerstelle an den Lehrer Schrader vergeben.

Auf Anregung des damaligen Kreisschulrates wurde die Gründung einer Volksbücherei geplant. Bürgermeister Buchholz stellte für den Anfang einen Gemeindebeitrag von 30 bis 40 Reichsmark in Aussicht. Da der Kreis aus Beständen der Kreisbücherei eine Stammbücherei zur Verfügung stellte, konnte die Bücherei bereits am 19.11.1935 mit einem Vorleseabend eröffnet werden.

Im Jahre 1938 konnte mit dem Bau des Badehauses und der neuen Schulaborte begonnen werden. Die Bauleitung hatte Architekt A. Freiling aus Celle und die Ausführung der Maurermeister Bauunternehmer Heinrich Theile aus Garßen. Ein Stallgebäude, das die in unmittelbarer Nähe der Schule stehende Kapelle verdeckte, wurde abgerissen bzw. versetzt. Durch den Bau des Badeheimes erhielt die neue Schule Wasser durch die dort im Keller angelegte Druckpumpe.

Auch einen Bildwerfer erhielt die Schule in diesem Jahr.

In der Zeit vom 17.4. bis 13.5.1939 mußte Lehrer Schrader eine Wehrmachtsübung absolvieren. Während der genannten Zeit unterlag der gesamte Unterricht in beiden Klassen dem Lehrer Paetz.
Da im August 1939 die Mobilmachung erfolgte, mußten beide Lehrer am 28.8.1939 zum Wehrdienst antreten.

Am 9. September 1939 wurde der Unterricht wieder aufgenommen, und zwar unterrichtete Lehrer Stegmann aus Bostel die Oberstufe, was sich gut ermöglichen ließ, indem er seine Oberstufe mit nach Garßen brachte.
Die Grundstufe wurde von Fräulein Hildegard Luchtehand unterrichtet.
Das 3. und 4. Schuljahr hatte täglich von 7 Uhr bis 8.25 Uhr, das 1. und 2. Schuljahr von 8.30 Uhr bis 9.50 Uhr Unterricht. In der gleichen Weise wurde die Schule nach den Herbstferien, die vom 16. September bis zum 4. Oktober dauerten, wieder angefangen.
Am 27. November 1939 übernahm Lehrer Paetz wieder die Grundschule.
Ab 22. Januar 1940 wurde die Schule infolge Kohlenmangels bei einem sehr heftigen Winter bis auf weiteres geschlossen. Erst am 28. Februar konnte der Schulbetrieb wieder in der alten Weise fortgesetzt werden.
Ab 13.10.1941 unterrichtete die Lehrerin Fräulein Erika Piper die Oberstufe. Bis dahin war sie in Nienhagen angestellt. Sie wurde nach Garßen nicht versetzt, sondern nur abgeordnet.

Ab 2. Februar 1942 wurden auf Anordnung des Oberpräsidenten Lauterbach die Volksschulen infolge Kohlenmangels geschlossen. Auch die Schule in Garßen mußte schließen, obwohl sie gerade erste Kohlen erhalten hatte.
Die Kinder kamen dreimal wöchentlich zur Entgegennahme von Schulaufgaben in die Schule. Da ausreichend Kohlen vorhanden waren, wurde an diesen drei Tagen eine Klasse geheizt, und man konnte die Erteilung von Schulaufgaben auch zur kurzen Erläuterungen ausdehnen.
Am 10. März 1942 wurden von der Gemeinde für Lehr-, Lern- und Unterrichtsmaterial 400 Reichsmark zur Verfügung gestellt.

Die Lehrerwohnung des Lehrers Schrader wurde am 1. März frei, Sie wurde durch den Gendarmerieoberleutnant Rohwold neu besetzt.

Im Schuljahr 1943 wurde der Unterricht oft durch Fliegeralarm unterbrochen. Im Mai fielen zwischen dem Bahnhof Garßen und Scheuen 28 schwere Sprengbomben. Daraufhin wurden die Kinder bei Vollalarm immer in die Wohnungen entlassen.

Im Schuljahr 1944 waren es bereits 148 Kinder, die die hiesige Volksschule besuchten.

Am 14.2., während des Unterrichts, gab es eine mächtige Detonation. Feindliche Flugzeuge hatten einen Munitionszug am Bahnhof getroffen, und die Granaten flogen durch die Luft. Eins der Flugzeuge, das in den Bereich des Luftdrucks gekommen war, lag zerschmettert im Lehmkuhlenbusch. Der Pilot wurde auf dem Garßener Friedhof beigesetzt.

Da beide Schulklassen mit Flüchtlingen besetzt waren, sollte, nach Rücksprache mit dem Schulrat, der Unterricht in der Kapelle versucht werden. Am 6. April konnte in der Kapelle nicht mehr unterrichtet werden, da an diesem Tage eine Beerdigung angesetzt war. Es war auch der letzte Unterrichtstag. Der Einmarsch der Engländer und Amerikaner stand bevor, und die Kinder kamen nicht mehr zum Unterricht.
Am 12. April wurde das Dorf Garßen in den Abendstunden von starken Panzerkräften besetzt. Die Engländer verhielten sich gegen die Zivilbevölkerung ablehnend aber korrekt.

Bereits am 1. August sollte der Unterricht in der Grundschule wieder aufgenommen werden. Sämtliche Schulbücher mußten abgegeben werden und neue waren noch nicht da.
Die Kinder vom 5. bis 8. Schuljahr wurden alle zum Arbeitseinsatz verpflichtet. Seit dem 8. Juni mußten sie jeden Morgen auf dem Schulhof antreten, wo sie für die verschiedenen Arbeiten, hauptsächlich in der Landwirtschaft, eingeteilt wurden.

Am 1. September 1945 konnte der Unterricht wieder aufgenommen werden. Fräulein Rempel wurde als erste von der Militärregierung bestätigt. Sie begann den Unterricht mit den ersten 3 Schuljahren. Etwa 110 Kinder nahmen am Unterricht teil.
Die Vertriebenen, die im Klassenraum der neuen Schule Unterkunft gefunden hatten, wurden im Dorf untergebracht.
Die Schülerzahl war inzwischen auf 250 gestiegen. Für je 60 Schüler sollte eine Lehrkraft vorhanden sein.
Schon am 10. September sollte der Unterricht von zwei weiteren Lehrern aufgenommen werden: Konrektor Max Grunwald und Lehrer Robert Paetz waren von der Militärregierung bestätigt worden. Da nur ein Klassenraum zur Verfügung stand, wurde der Unterricht von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends erteilt.
Am 12. September mußten die Lehrer Grunwald und Paetz aus unbekannten Gründen den Unterricht wieder einstellen. Am 17.9. konnten beide Lehrer ihre Tätigkeit wieder aufnehmen.
Bis zum Beginn der Weihnachtsferien unterrichteten insgesamt vier Lehrer.

Am 1.1.1946 wurde Lehrer Grunwald pensioniert. Lehrer Robert Paetz erkrankte am 1.2.1946 und nahm den Unterricht nicht wieder auf. Er wurde am 1.4.1946 in den Ruhestand versetzt.
Fräulein Rempel war Schwarzmeerdeutsche. Da verlautete, daß die Schwarzmeerdeutschen alle nach Rußland zurückgeführt werden sollten, verließ Fräulein Rempel am 27.1.1946 Garßen mit unbekanntem Ziel, ohne die Zahlung der ihr zustehenden Bezüge abzuwarten.

Am 1. März 1947 unterrichtete Lehrer Pokojewski die Oberstufe. Er war Flüchtling aus Ostpreußen.

Im Jahre 1947 waren nur 7 Schuljahrgänge vorhanden. Daraufhin wurde eine vierklassige Schule mit zwei Lehrern eingerichtet.

Am 1.8.1946 wurde der Lehrer Otto Beyer auf eigenen Wunsch von Wietzenbruch nach Garßen versetzt und mit der Leitung der Schule beauftragt.

Ab 1.5.1947 wurde die 4. Lehrerstelle durch Herrn Brammer besetzt.

Die Lehrerfrage war nun, den Verhältnissen entsprechend, leidlich gelöst. Es blieb lediglich die Raumfrage. Bei vier Lehrern und sechs Klassen waren zwei Klassenräume vorhanden.

Die Klasse in der alten Schule befand sich in einem trostlosen Zustand. Der Putz war an vielen Stellen von den Wänden gefallen, Farbe war kaum noch zu erkennen. Die Bänke waren teilweise zerbrochen. Am schlimmsten sahen die Fenster aus. Mit Sperrholz und Pappe, denn Glas war fast gar nicht zu haben, wurden die Fenster notdürftig repariert. Nach vielen vergeblichen Mühen wurden im Sommer endlich Fenster, Wände und Bänke instandgesetzt.

Die Unterrichtszeit lag von 8 Uhr bis 16 Uhr. Eine Unterrichtsstunde dauerte 45 Minuten, in den Wintermonaten 40 Minuten.

Kurz nach Ostern begann die Schulspeisung, an der 170 Kinder teilnahmen. Die Zubereitung wurde durch den Schlachtermeister Bolle, Celle, übernommen. Er brachte jeden Tag im Auto das Essen auf den Schulhof, wo es zur Verteilung kam.

Im Schuljahr 1949/50 wurden 254 Kinder unterrichtet. Diese verteilten sich auf das 1. Schuljahr mit 31, 2. Schuljahr mit 51, 3. Schuljahr 39, 4 Schuljahr 46, 5. Schuljahr 53, 6. - 8. Schuljahr mit 44 Kindern.
Diese 6 Klassen wurden wieder in zwei Klassenräumen und einem Behelfsraum von 4 Lehrkräften unterrichtet, und zwar von Schulleiter Otto Beyer, den Lehrern August Pokojewski und Helmut Brammer und der Schulamtsanwärterin Gertrud Grammit.

Im Januar 1950 erhielt die Schule ein neues Schulrundfunkgerät, und besonders von der 6. Klasse wurden nun oft Schulfunksendungen mit in den Unterricht eingebaut.

Im Schuljahr 1950/51 trat der Lehrer Erich Paetz seine Tätigkeit wieder an.
Mit dem 1. Juli 1950 trat der Lehrer Pokojewski in den Ruhestand. An seiner Stelle wurde zum 1.8. die Lehrerin, Frau Gertrud Dorn, nach Garßen versetzt.
Am 15.8. verließ auch Herr Brammer Garßen. Er wurde als Schulleiter nach Hohne bei Lachendorf versetzt. Für ihn kam der Lehrer Werner Bautor nach Garßen.
Am 1.11.1950 wurde der Lehrer Beyer zum Hauptlehrer ernannt.

Im Schuljahr 1951/52 wurde die 5. Lehrerstelle eingerichtet, die durch Fräulein Breitenbach besetzt wurde. Damit waren die Verhältnisse in Bezug auf Lehrkräfte und Klassenfrequenz durchaus normal, ja fast ideal geworden. Aber für sieben Klassen standen nur die zwei Klassenräume und der Behelfsraum zur Verfügung. Die Unterrichtszeit erstreckte sich daher bis in den späten Nachmittag hinein.
Am 1. Oktober 1952 wurde Fräulein Breitenbach nach Ahnsbeck versetzt. An ihre Stelle trat Herr Ostermann, der aus Schleswig-Holstein kam.

Im Oktober 1951 kam eine Kommission unter der Leitung von Herrn Regierungsdirektor Michalek aus Lüneburg. Sie stellt die Notwendigkeit des Baues von zwei Klassen fest und empfahl, aus Ersparnisgründen diese Räume im Jugendheim auszubauen.
Der Gemeinderat stimmte diesem Vorschlag zu und beauftragte den Architekten Drösemeyer aus Celle, einen Plan mit einem ungefähren Kostenüberschlag auszuarbeiten.
Nach einer Besichtigung verschiedener Schulen im Landkreis Celle wurde der vorhergenannte Plan fallengelassen und eine neue Planung durch Herrn Drösemeyer vorgenommen.
Bereits im März 1952 war der neue Plan mit einem Kostenüberschlag von 80.000,- DM fertig. Nach Ostern sollte mit dem Bau begonnen werden. Die Ausschachtungsarbeiten wurden in Gemeinschaftsarbeit von vielen Gemeindemitgliedern, auch Schulkinder waren dabei, am 23. Juni 1952 begonnen und in wenigen Tagen beendet.
Am 4. Juli 1952 wurde unter der Eingangstür in das Fundament eine Urkunde in einer festverschlossenen Flasche eingemauert. Diese Urkunde hatte folgenden Text:


Im Winter 1951/52 beschloß der Gemeinderat unter Führung des Bürgermeisters Gustav S o h n e m a n n den Anbau von 2 Klassenräumen mit einem auch als Lehrer- und Lehrmitteilzimmer benutzbaren Gruppenraum sowie einer im Obergeschoß auszubauenden Lehrerwohnung.
Die Pläne wurden vom Architekten Drösemeyer aus Celle entworfen, die Baukosten auf etwa 80.000,- DM veranschlagt.

Die Maurerarbeiten wurden den Bauunternehmern T h e i l e , Garßen, und K u n k e l , Lachtehausen, übertragen.

Die Ausschachtungsarbeiten wurden von vielen Gemeindemitgliedern (auch die größeren Schulkinder waren beteiligt) in freiwilliger Gemeinschaftsarbeit ausgeführt. Sie begannen am 23. Juni und waren bereits am 28. Juni beendet.
Am 2. Juli wurde angefangen zu mauern.
Daß dieser Bau in eine glückliche Zukunft unseres deutschen Vaterlandes und in eine Welt wirklichen Friedens unter den Völkern hineindauern möge, ist der heiße Wunsch derer, die ihn planten und schufen.

Garßen, den 4. Juli 1952

Der Bürgermeister
gez. Sohnemann

Der Schulleiter
gez. Otto Beyer

Im September 1952 wurde gerichtet und am 2. Februar 1955 war die Einweihung des Schulanbaues. Um Kosten zu sparen, fand nur eine kleine aber würdige Feier statt. Es nahm teil: der Bürgermeister mit dem Gemeinderat, das Lehrerkollegium, Herr Pastor Sellhorn und der Schulchor. Der Chor sang zu Beginn "Nun danket alle Gott". Ansprachen brachten Herr Sohnemann, Herr Pastor Sellhorn und der Hauptlehrer Beyer. Es wurden würdige und passende Worte gesprochen, die alle Anwesenden wohl bewegten.
Mit diesem Neubau gehörte Garßen nun zu den am besten eingerichteten Schulen. Es waren 5 Lehrkräfte und 5 zum Teil bestens eingerichtete Klassenräume, dazu ein Gruppenraum, der zugleich Lehrerzimmer war, ein Schulleiterzimmer, eine Schulküche und ein Turnraum vorhanden. Im Obergeschoß des Bauabschnittes sollte später eine Wohnung für den Schulleiter ausgebaut werden.

Vom Schuljahr 1953/54 ab entfiel der Nachmittagsunterricht. Im Sommer wurde für die Schule ein Klavier gekauft. - Am 16. Dezember bestand Herr Ostermann seine zweiter Prüfung.

In den Schuljahren 1955/56 fiel die Kinderzahl durch den Abzug der Vertriebenen. Ab Ostern 1956 wurde der Lehrer, Herr Ostermann, nach Altenhagen abgeordnet, so daß an der Schule nur noch 4 Lehrkräfte verblieben. Zum gleichen Zeitpunkt wurde Frau Griep endgültig im Angestelltenverhältnis als technische Lehrerin beschäftigt.

Am 15.12.1956 trat erstmalig wieder der gebildete Schulausschuß zusammen. Diesem Ausschuß gehörten an: Wilhlem Uhde, Philipp Stumpf, Otto Große, Wilhelm Brammer, Hermann Gellerman jun., P. Göring sowie als Vertreter der Lehrerschaft Otto Beyer und als beratendes Mitglied der Bürgermeister Sohnemann.

In den Ferien des Schuljahres 1957/58 wurde ein großer Kellerraum zu einem Handarbeitsraum ausgebaut.

Das Schuljahr 1958/59 war durch Krankheit innerhalb des Lehrkörpers der Schule gekennzeichnet. Von den 5 Lehrkräften des Kollegiums waren zeitweilig nur 2 dienstfähig, so daß der Lehrer der Schule Boye in Garßen vertreten mußte, da seine eigene einklassige Schule infolge Krankheit vieler Kinder zeitweilig geschlossen war. Von Weihnachten bis Ostern 1959 vertrat Lehrer Hermann Hettwer von der Waldwegschule Celle in Garßen. Er führte die 7. und 8. Klasse.

Der seit 1947 amtierende Schulleiter, Hauptlehrer Beyer, durch eine immer wiederkehrende Herzkrankheit am Dienst gehindert, stellte im Laufe des Schuljahres den Antrag, zum 30-3-1959 in den Ruhestand versetzt zu werden. Die Schulleiterstelle war daraufhin für den 1.4.1959 ausgeschrieben worden. Im Einverständnis zwischen Schulaufsichtsbehörde und Gemeinde wurde der Lehrer Bautor, der sich um die freigewordene Schulleiterstelle beworben hatte, mit Wirkung vom 1.4.1959 zum Schulleiter und gleichzeitig zum Hauptlehrer befördert. Der in Ruhestand getretene Hauptlehrer Beyer wurde in seiner Wohnung durch den Schulrat Celle-Nord, Herrn Wichmann, und Bürgermeister Sohnemann verabschiedet.

Frau Dorn, die im August 1950 in die Garßener Schule versetzt worden war, schied Ende September 1959 aus Gesundheitsgründen vorzeitig aus dem Schuldienst aus. Sie wurde im eigenen Heim in einer Feierstunde verabschiedet. Als Dank für die Arbeitsleistung wurde Frau Dorn von der Gemeinde ein Lederkoffer geschenkt, der kurz danach schon Verwendung bei der Reise nach Afrika fand.

Am 1.4.1959 trat die Lehrerin Fräulein Helga Schwenker in den Dienst der Schule. Sie kam gerade von der Hochschule Oldenburg, verließ jedoch Garßen aus persönlichen Gründen wieder zum 31.3.1960. Im September 1959 wurde eine weitere weibliche Lehrkraft zur Schule versetzt, und zwar die apl-Lehrerin Ellinor Moebius. Im Schuljahr 1960/61 trat an die Stelle der auf eigenen Wunsch versetzten Lehrerin Helga Schwenker der Lehrer Werner Hahn.

Im Laufe des Schuljahres 1960/61 konnte der Lehrer Erich Paetz auf eine 40jährige Amtszeit in der Schule Garßen zurückblicken. Viele Erfahrungen wurden ihm zuteil. Mit dem Ablauf des Schuljahres wurde Herr Paetz in den Ruhestand versetzt, da er die Altersgrenze erreicht hatte.
Im gleichen Schuljahr fand auch die Einweihung des Sportplatzes und des Sportheimes statt. Hierzu hatte sich die Schule besonders vorbereitet. Sie gestaltete dieses Fest an einem Tag, der zweite Tag, der Sonntag, gehörte dem Sportverein mit mehreren Fußball- und Faustballspielen.

Im Herbst des Jahres 1960 beschloß das Kollegium, einen schönen Brauch der kleinsten Bürger der Gemeinde in das Schulleben aufzunehmen: das Laternensingen. Ende September versammelten sich die Kinder auf dem neuen Sportplatz, und unter Führung der Lehrer, in Begleitung vieler Eltern, zog man in einem bunten Zug durch das weitverzweigte Dorf. Auf dem Schulhof endete der Zug. Manche Laterne war unterwegs in helle Flammen aufgegangen.

Im Schuljahr 1960/61 nahm der geplante Schulerweiterungsbau feste Formen an. Schon am 5. Februar 1960 war ein Beschluß zum Ausbau von 4 Klassenräumen, Toilettenanlagen und Nebenräumen beschlossen. Am 16.10.1960 wurde ohne große Feierlichkeiten, nur mit einem kräftigen Schluck für die Bauhandwerker, der Grundstein gelegt. Am 11.1.1961 wurde folgende Urkunde in der Süd-Ostecke des Verbindungsweges eingemauert:

"Dieses Schriftstück wurde am 11.1.1961 in die Grundmauer des Schulanbaues eingemauert. (Verbindungsgang Südostecke)

Am 3. Oktober 1960 - einen Tag nach dem Erntedankfest dieses an Früchten so reichen Jahres - wurde der Grundstein zum 2. Schulerweiterungsbau gelegt.

Beim ersten Schulerweiterungsbau im Jahre 1952/53 war bereits mit der Vergrößerung dieses Baues gerechnet worden. Man hatte damals die größten Nöte der Kriegs- und Nachkriegszeit beheben wollen. Es hatte die Behelfsklasse im Jugendheim, die von der Turnhalle abgetrennt worden war, und die Klasse im Küsterhaus weiter benutzt werden müssen. Die Toilettenanlagen waren nicht modernisiert und vergrößert worden und es war kein Werkraum angebaut worden.

In den Jahren nach 1952 war die Schülerzahl der Schule zunächst gefallen. Sie erreichte im Jahre 1956 den Tiefstand mit 161 Kindern. Sie steigt seit diesem Jahre stetig und hat z. Z. der Bauausführung wieder die Zahl 193 erreicht. Die Regierung des Landes Niedersachsen plante seit langem die Einführung des 9. Schuljahres. Nach einer Regierungsverordnung wird das 9. Schuljahr nun endgültig zu Ostern 1962 eingeführt, nachdem politische Schwierigkeiten und die Bedenken der Wirtschaft überwunden worden sind.

In diesem Zusammenhang ist geplant, auch in Garßen das neunte Schuljahr einzurichten für die Kinder der Gemeinde und der umliegenden Ortschaften. Alle diese Problemkreise führten dazu, daß sich der Rat der Gemeinde seit etwa zwei Jahren mit einem Schulerweiterungsbau beschäftigt. In der Sitzung am 14.12.1959 wurde der Neubau beschlossen. Alle Ratsherren, unter Vorsitz des Bürgermeisters S o h n e m a n n , sprachen sich für einen umfassenden, großzügigen und modernen Bau aus. Es sollen im Neubau Toilettenanlagen, 4 Klassenräume und ein Werkraum errichtet werden. Drei Klassenräume sollen so miteinander verbunden werden können, daß ein großer Feierraum für Schule und Gemeinde entsteht.

Der Baubeginn liegt in einer Zeit der wirtschaflichen Hochkonjunktur im derzeitigen provisorischen Staatsgebilde der Bundesrepublik Deutschland. Das Vertrauen zur stabilen Wirtschafts- und Finanzlage, zur weiteren Aufwärtsentwicklung und Prosperität machte den Ratsmitgliedern den Entschluß leichter, sich einstimmig für die Durchführung eines Bauobjektes von etwa 300.000,- DM zu entscheiden.

Zur Zeit der Bauplanung und - verwirklichung waren folgende Ratsherren im Gemeindeparlament vertreten: Deutsche Partei-DP - Gustav Sohnemann, der seit drei Wahlperioden das Bürgermeister- und Gemeindedirektorenamt in Personalunion verwaltet -, Friedrich Gellermann, senior, Willi Uhde, Otto Große; der Gesamtdeutsche Blockbund der Heimatvertriebenen und Entrechteten-GB/BHE - Willi Soblik, Philipp Stumpf, Max Bodian, Gerhard Hoepfner; die Unabhängige Wählerpartei Garßen - Jochen Buchholz, Hermann Gellermann, Willi Brammer. Dem Lehrerkollegium gehörten an: Ellinor Moebius, Charlotte Griep, Kurt Ostermann, Werner Hahn, Erich Paetz und Werner Bautor.

Wie es bei dem ersten Schulanbau als Inschrift in die Balken gehauen wurde: "Ein Volk, das lebt, baut an seiner Zukunft", so hat der Rat der Gemeinde auch weiterhin gehandelt. Es fiel in den Sitzungen das Wort: "Für die Kinder unserer Gemeinde wollen wir alles Mögliche tun!" Daß dies in der Gemeinde immer so bleiben möge, daß alle die Generationen, die in diesem Bau für das Leben vorbereitet werden, auch wirklich in Lebensziel in Freiheit und Frieden erreichen mögen, das möge der Herrgott so lenken."

In der letzten Woche des Jahres 1960 konnte das Richtfest begangen werden.

Mit Beginn des Schuljahres 1961/62 wurden alle Schüler der Volksschule Bostel in die Garßener Schule aufgenommen.

Ende Mai 1961 wurde der Schulverein Garßen gegründet.

Ab Ostern 1961 wurde eine weitere Lehrkraft, und zwar Herr Krüger, der Schule zugeleitet. Sein Hauptaufgabengebiet umfaßte das Werken. Somit waren in diesem Schuljahr 5 hauptamtlich tätige Lehrkräfte und zwei Lehrkräfte, die nebenamtlich mit einer begrenzten Stundenzahl unterrichteten, beschäftigt.

Die Einweihung des Erweiterungsbaues fand im November 1961 statt. Im Januar 1962 konnte der Unterricht in den neuen Räumen, die alle gut ausgestattet waren, aufgenommen werden. Ebenfalls wurde ein Büchereiraum eingerichtet.

Im Jahre 1961/62 begannen die Vorbereitungen für die Aufnahme des 9. Schuljahres. Zur gleichen Zeit wurde die Schule in Garßen als Mittelpunktschule für die Orte Alvern und Altenhagen benannt.

Am 1.1.1962 wurde in Garßen wieder das Standesamt eingerichtet. In der Zeit vorher wurde das Standesamt von der Stadt Celle wahrgenommen. Als Standesbeamter wurde der damalige Schulleiter, Hauptlehrer Bautor, ernannt. Die Eheschließungen wurden in dem Schulleiterzimmer vorgenommen.

Der im Jahre 1962 veranstaltete große Elternabend und eine Ausstellung von Arbeiten der Kinder aus allen Fächern der Schule lenkte wieder einmal die Aufmerksamkeit der Eltern und des Dorfes auf die Schule. Auch der Gemeinderat von Alvern sah sich diese Ausstellung und alle Einrichtungen der Schule an, da bei der Einschulung ab Ostern 1963 die Kinder von Alvern in die Schule nach Garßen kommen sollten.

Mit Wirkung ab 1.12.1962 wurde die Hauptlehrerstelle in eine Rektorenstelle umbenannt. Hauptlehrer Bautor wurde somit Rektor der Schule in Garßen. Die Ernennungsurkunde zum Rektor wurde ihm am 23.12.1962 ausgehändigt. Der bisherige Lehrer Hahn wurde am 1.2.1963 zum Konrektor befördert.

Da die Schule in Alvern geschlossen wurde, kam der Lehrer Herr Liefert mit Wirkung vom 1.10.1963 nach Garßen.

Nach den Sommerferien des Schuljahres 1963/64 wurden zwei Mitglieder des Lehrerkollegiums für lange Dienstzeit geehrt. Der Lehrer Kurt Liefert konnte auf eine 40jährige Dienstzeit und Rektor Bautor auf eine 25jährige Dienstzeit zurückblicken.

Am 10. November 1963 wurde Pastor Rega als erster Seelsorger in Garßen eingeführt. Superintendent Holze verlas vor dem Altar die Ernennungsurkunde, die durch das Landeskirchenamt ausgestellt wurde.

Ab 1.4.1964 wurde mit voller Stundenzahl der ehemaligen Schulleiter aus Altenhagen, Herr Kaczinski, zur Schule nach Garßen abgeordnet.

Mit Wirkung ab 1.8.1964 nahm die Lehrerin Frau Brüggemann ihren Dienst an der hiesigen Schule auf. Trotz des damaligen allgemein herrschenden Lehrermangels hatte die Schule Garßen keinen Lehrermangel zu beklagen.

Am Ende des Schuljahres 1964/65 besuchten 335 Kinder die Schule. Sie wurden von 10 Lehrern unterrichtet. Es waren dies:
Frau Griep, Fräulein Moebius, Fräulein Heinemann, Frau Brüggemann, Rektor Bautor, Konrektor Hahn, die Herrn Liefert, Kaczinski, Krüger und Ostermann.

A u s z ü g e
aus der Schulchronik der Mittelpunktschule Garßen

Schuljahr 1965/66

Zu Beginn des Schuljahres besuchten 337 Kinder die Garßener Schule. Davon kamen 25 Kinder aus Bostel, 22 aus Altenhagen, 14 aus Alvern und 7 aus Ohe.

7 Jungen und 9 Mädchen gingen auf Realschulen über
4 Jungen und 1 Mädchen gingen auf ein Gymnasium über
15 Jungen und 18 Mädchen verließen nach Beendigung der Schulpflicht die Schule

Aufteilung nach Konfessionen:
ev.: 304, kath.: 28, sonst. Religionsgemeinschaften: 5.

Die Klassen 1 - 3 waren doppelzügig, die Klassen 4 - 9 einzügig.

Lehrkräfte:
Rektor Bautor
Konrektor Hahn
Her Liefert
Herr Krüger
Herr Ostermann
Herr Kaczinski
Frau Griep
Frau Narjes
Frau Brüggemann
Fräulein Moebius
Frau Puvogel

Ab 1. Oktober 1965 trat Frau Bettex als Lehrerin z.A. neu zum Kollegium. Das Schuljahr 1965/66 wurde überschattet von vielen Erkrankungen innerhalb des Kollegiums. Herr Bautor weilte vom 1. Oktober 1965 mit einer vierwöchentlichen Unterbrechung in Bad Lauterberg bzw. Liebenburg a. Harz. Vier Tage vor seiner Entlassung am 24. Februar 1966 verstarb er. "Ein Leben für die Gemeinschaft" betitelt sich ein Nachruf, der dem Gedächtnis an Werner Bautor in der Celleschen Zeitung gewidmet war.

Erstmalig wurde ein Kurs für Legastheniker (lese- und rechtschreibschwache Kinder) als Förderungsstufe eingerichtet.

Der Schulverein ermöglichte durch eine Bücherspende in Höhe von 700,- DM die Einrichtung einer Unterstufenbücherei, deren Verwaltung Frau Griep übernahm, die auch die Gemeindebücherei führt.

Am 17. März 1966 fand die Schulentlassungsfeier statt. Es wurden 15 Jungen und 21 Mädchen entlassen, davon erhielten 7 Jungen und 14 Mädchen das Abschlußzeugnis, 7 Jungen und 7 Mädchen aus der 4., 5. und 9. Klasse gingen ab Ostern 1966 auf eine Realschule und 1 Junge und 3 Mädchen auf ein Gymnasium über.

Am 30. März 1966 fand die Abschiedsfeier für Herrn Liefert statt, der nach Erreichen der Altersgrenze aus dem Schuldienst ausschied. Herr Liefert verpflichtete sich jedoch, weiter zu unterrichten. Er stand im Kurzschuljahr 1966 mit 20 Wochenstunden der Schule zur Verfügung.

Kurzschuljahr 1966

Zu Beginn des Schuljahres besuchten 344 Kinder die Garßener Schule: 172 Jungen und 172 Mädchen. Davon kamen 14 Kinder aus Alvern, 9 aus Ohe, 17 aus Altenhagen und 30 aus Bostel.

Die Klassen 1 - 4 waren doppelzügig, die Klassen 5 - 9 einzügig.

Lehrkräfte:
als neue Lehrkraft wurde die Lehrerin z.A. Fräulein Ossenkop und die Aushilfslehrerin Frau Karla Sieg am 1. April 1966 der Schule zugewiesen.

Die Abordnung des Lehrers Kaczinski aus Altenhagen wurde aufgehoben, da die Schülerzahl in der Grundschule Altenhagen auf über 44 stieg. Dafür wurde die Klasse 4b aus Garßen mit 22 Kindern nach Altenhagen ausgelagert. Eine große Schwierigkeit machte es, die 12 Klassen in den 8 Normalklassen zu unterrichten, ohne Schichtunterricht einzuführen. Da der Behelfsklassenraum neben dem Werkraum im Keller nicht mehr benutzt werden konnte, mußte eine Notlösung gefunden werden. Es boten sich zwei Räume an: 1. das Sportheim, 2. der leerstehende Klassenraum in Bostel. Fräulein Moebius bezog mit der Klasse 2a das Sportheim, Frau Bettex erklärte sich bereit, mit der Klasse 1b in die Bosteler Schule zu ziehen. Dies geschah am 16. Mai 1966.

Wichtige Ereignisse aus dem Schulleben:

  1. erstmalig wird ein Schülerlotsendienst an der B191 eingerichtet. Die Schülerlotsen, freiwillige Helfer aus dem 9. Schulbesuchsjahr, sorgen für den sicheren Übergang der Schulanfänger bei der Einmündung der Alvernschen Straße auf die B191,
  2. sämtliche Schüler und Schülerinnen des 9. Schulbesuchsjahres nehmen an einem Kursus für Erste Hilfe teil, der von dem Johanniter-Hilfsdienst abgehalten wird.
  3. mit Wirkung vom 1. Juni 1966 erfolgte die Ernennung des Konrektors Hahn, der die Schule stellvertretend geleitet hatte, zum Rektor.

Klassenfahrten:
Klasse 7 unter Führung von Herrn Ostermann und Fräulein Moebius 5 Tage nach Goslar,
Klasse 8 unter Führung von Herrn Wengler-Rust und Frau Sieg 5 Tage nach Geesthacht, mit Fahrt nach Helgoland,
Klasse 6 Tagesfahrt nach Bremen und Bremerhaven,
Klasse 9S große Abschlußfahrt von 11 Tagen nach Lindau/Bodensee und nach Oberstdorf.

Kurzschuljahr 1966/67

Das erste Kurzschuljahr endete am 1. Dezember 1966. Zum neuen Kurzschuljahr wurden keine Schulanfänger eingeschult.

Es verließen zu Beginn des Schuljahres aus dem 4. Schuljahr 7, aus dem 5. Schuljahr 8 und aus dem 8. Schuljahr 2 Kinder die Schule, die auf die Realschule, und 8 Kinder aus der 5. Klasse, die auf ein Gymnasium übergingen.

Die Gesamtschülerzahl betrug bei Beginn des Schuljahres 343, davon waren 167 Jungen und 176 Mädchen.

Gliederung der Schule:
Klasse 1 fehlte,
Klasse 2, 3 und 4 waren doppelzügig,
Klasse 5 - 9 einzügig.
Die Gesamtklassenzahl betrug 12.

Um das 9. Vollschuljahr nicht zu gefährden, werden in Niedersachsen bis 1975 die Volksschulabgänger Ende März entlassen. Erst ab 1976 erfolgt die Entlassung zum 1. Juli.

Zu Ostern 1967 verließen nach Erfüllung der Volksschulpflicht aus der Klasse 9S 8 Jungen und 14 Mädchen und aus der Klasse 9 9 Jungen und 4 Mädchen, also insgesamt 35 Kinder, die Volksschule. Die Klassenzahl sank damit auf 11 Klassen.

Zu Beginn des Schuljahres wurde die Klasse 4a mit 8 Jungen und 14 Mädchen nach Altenhagen verlegt, wo die Kinder mit den Schülern des 4. Schuljahres aus Altenhagen zu einer Klasse unter Leitung von Herrn Kaczinski zusammengefaßt wurden.

Lehrkräfte:
Lehrer Krüger wurde am 1. Dezember 1966 an die Realschule Altenhagen abgeordnet.
Es unterrichteten folgende Lehrkräfte:
Rektor Hahn
Konrektor Ostermann
Lehrer Wengler-Rust
Fräulein Moebius
Frau Narjes
Frau Brüggemann
Frau Bettex
Fräulein Ossenkop
Frau Griep
Frau Sieg
Herr Liefert
Frau Puvogel
Pastor Rega mit 6 Wochenstunden Religion
Fräulein Ruhnau mit 2 Wochenstunden kath. Religion.

Raumverteilung:
Klasse 3a im Sportheim
Klasse 4a in Altenhagen
Klasse 7 im Kügerhaus
Klasse 2b in Bostel

Im Dezember 1966 wurde Her Ostermann zum Konrektor ernannt.

Klassenfahrten:
Klasse 5 und 4b unternahmen am 16. Juni eine Busfahrt zur Zonengrenze
Studienfahrt des Kollegiums mit Bürgermeister und Gemeindedirektor und Frauen am 1. Juli ins Weserbergland: Besichtigung einer Fertigbauschule in Lürdissen bei Eschershausen, Fahrt auf der Weser von Bodenwerder bis Polle, Weiterfahrt zum Köterberg, Rast in Pyrmont.

Schuljahr 1967/68

Das neue Schuljahr begann am 15. August 1967.
Gesamtschülerzahl: 176 Jungen und 172 Mädchen.
Davon kamen aus Altenhagen 19, aus Alvern 20, aus Bostel 27 und aus Ohe 15 Kinder.

Schüler nach Religionszugehörigkeit: 304 ev., 33 kath., 6 sonstige Religionsgemeinschaften, 5 gemeinschaftslos.

Zum Besuch einer Realschule verließen aus dem 4. Schuljahr 12 und aus dem 5. Schuljahr 5 Kinder die Schule. 6 Kinder aus der 4. Klasse gingen auf ein Gymnasium über.
Neu eingeschult wurden 56 Kinder.
Die Klassenzahl erhöhte sich auf 13.

Die 1., 3., 4. und 5. Klassen waren zweizügig, die restlichen einzügig.
Die Klasse 4b wurde mit 22 Kindern nach Altenhagen überwiesen.

Mit Fertigstellung des Schulerweiterungsbaues (Schuleinweihung am 23. Januar 1968) konnten die in Bostel, Altenhagen und im Küsterhaus untergebrachten Klassen zurückgeholt werden. Mit der Klasse 4b aus Altenhagen kamen auch 14 Kinder aus Altenhagen mit, so daß die Klasse 4b nun 36 Schüler zählte.
Damit betrug die Schülerzahl am 1. Februar 1968 348 Kinder.

Nach Beendigung ihrer Volksschulpflicht wurden am 15. März 68 mit einem Abgangszeugnis 6 Jungen und 7 Mädchen, mit einem Abschlußzeugnis 7 Jungen und 9 Mädchen, insgesamt also 29 Schüler, entlassen.

Mit Beginn des Schuljahres 1967 unterrichteten folgende Lehrkräfte:
Rektor Hahn, Konrektor Ostermann, Lehrer Wengler-Rust, Fräulein Moebius, Frau Brüggemann, Frau Bärenfänger, Frau Busch, Frau Gerull (Ossenkop), Frau Bettex, Frau Griep, Frau Sieg, Hauptlehrer i.R. Peschka, Gymnastiklehrerin Kahlo, Lehrer z.A. Schmidt.

Am Anfang des Schuljahres schied die Lehrerin Frau Narjes aus dem Kollegium aus und übernahm eine Lehrerstelle in Meißendorf. Neu in das Kollegium aufgenommen wurden die Lehrerinnen Renate Busch und Ingrid Bärenfänger, der Lehrer z.A. Holger Schmidt, ferner die Gymnastiklehrerin Ilona Kahlo, als Werklehrer am 1. Januar 1968 Helmut Gellermann mit 6 Wochenstunden und der Hauptlehrer i.R. Peschka mit 13 Wochenstunden.
Aus dem Dienst entlassen wurden auf eigenen Antrag: am 1.11.67 die Lehrerin Ingrid Brüggemann und am 1.12.67 die Lehrerin z.A. Marie-Luise Bettex. Gleichzeitig schieden am Ende des Schuljahres (31.7.68) aus: Hauptlehrer i.R. Felix Peschka und der am 7.11.1967 für Frau Brüggemann eingestellte Lehrer i.R. Walter Westphal.

Schulerweiterungsbau 1967

Seit Jahren hat sich die Gemeinde Garßen mit der Absicht getragen, einen weiteren Schulanbau bzw. Neubau zu erstellen.

Aus dem Protokollbuch der Gemeinde Garßen konnte festgestellt werden, daß sich der Rat bereits am 19.3.1964 mit einer Schulerweiterung befaßt hatte.

In dieser Sitzung wurde der Verwaltungsausschuß beauftragt, mit dem Herrn Oberkreisdirektor Dr. Bruns zuerst dieses Problem durchzusprechen.

Das Ergebnis dieser Besprechung wurde dem Rat bereits in seiner Sitzung am 6.4.1964 mitgeteilt.

Am 26. Juni 1964 kam in einer Ratssitzung der Gedanke auf, ein neues Grundstück zu kaufen, um eine neue Schule zu bauen. Hier erscheint erstmals das Grundstück von Herrn Fr. Gellermann. In den darauffolgenden Ratssitzungen wird der Punkt "Schulbaugrundstück" regelmäßig behandelt, bis am 26.10.1964 der Verwaltungsausschuß beauftragt wurde, mit dem Landwirt Denecke zu verhandeln, ob er bereit sei, seinen Hofplatz für den Schulerweiterungsbau zu veräußern.

Die Verhandlungen mit Herrn Denecke sind wegen zu hoher Forderungen gescheitert.

Der Rat hatte sodann in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 7.12.1964 mit Stimmenmehrheit dem Kauf von 10 Morgen von Herrn Gellermann zum Bau der neuen Schule zugestimmt.

In der Ratssitzung am 14.1.1965 berichtete der Bürgermeister, Herr Sohnemann, über die geführten Verhandlungen mit Herrn Gellermann und gab bekannt, daß für die 10 Morgen die Gemeinde 120.000,- DM bezahlen und die Schafwäsche übereignen muß.

Dieses Verhandlungsergebnis wurde vom Rat einstimmig gebilligt.

Darauf konnte bereits am 22.2.1965 der Kaufvertrag mit Herrn Fr. Gellermann vor dem Rechtsanwalt und Notar Frisius in Celle abgeschlossen werden.

Anfang Mai 1965 fand eine Schulbereisung durch Vertreter des Kreises und der Regierung statt. Hierbei wurde festgestellt, daß die beabsichtigte Schule auf keinen Fall auf das bereits gekaufte Gellermann'sche Grundstück gebaut werden kann. Die neue Schule müßte unbedingt westlich der B 191 errichtet werden, weil da das Ausdehnungsgebiet der Gemeinde Garßen zu finden sei.

Am 24.5.1965 wurde der Verwaltungsausschuß vom Rat beauftragt, sich um ein neues Grundstück zu bemühen.

In der Sitzung am 16. September 1965 befaßte sich der Rat nochmals mit dem Ankauf von Schulgelände westlich der B191. In dieser Sitzung wurde der Vorschlag des Schulausschusses verlesen, der den Ankauf von 10 Morgen Land von dem Landwirt, Herrn Buchholz, vorsah. Dieses Grundstück liegt am Riethkamp. Es sollte der Kauf vorgenommen und ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden.

Der Rat hatte in seiner vertraulichen Sitzung am 6.12.1965 einstimmig beschlossen, eine Grundstücksfläche von 5 Morgen von Herrn Buchholz zu kaufen und für anschließende 5 Morgen das Vorkaufsrecht grundbuchlich zu sichern.

Am 31.1.1966 wurde bei dem Notar Dr. Georg Klapproth in Celle der Kaufvertrag geschlossen, und der Kaufpreis wurde am 1. April 1966 gezahlt.

Für das Grundstück Gellermann hat der Rat in seiner Sitzung am 29.9.1966 die Aufstellung eines Bebauungsplanes einstimmig beschlossen. Der Plan wurde von dem Dipl.-Ing. Herrn Wlotzka aus Hannover gefertigt. Am 19.4.1967 wurde er von der Regierung in Lüneburg genehmigt. Danach wurde nochmals auf Beschluß des Rates mit Herrn Gellermann verhandelt und versucht, den Kauf rückgängig zu machen. Dieses ist nicht gelungen. Durch die Bezahlung des Kaufpreises im Dezember 1966 wurde das Grundstück überschrieben. Die Gesamtfläche wurde nach Vermessung in Bauparzellen verkauft.

Bedingt durch den Todesfall der Ehefrau des Herrn Denecke, wurden mit ihm erneut Verhandlungen wegen Ankauf seines Hofgrundstückes mit Erfolg aufgenommen.

Am 10.1.1967 fand eine erneute Schulbereisung des Kreises und der Regierung statt, wobei auch das Hofgelände Denecke angesehen und für die Erweiterung der jetzigen Mittelpunktschule als richtig befunden wurde.

In einer Sondersitzung am 28.1.1967 beschloß der Rat einstimmig, das Hofgrundstück zu einem Gesamtpreis von 140.000,- DM zu kaufen. Der Kaufvertrag wurde am 16.3.1967 im Rathaus der Gemeinde Garßen mit Herrn Denecke abgeschlossen.

Um schnellstens der Schulraumnot zu begegnen, unternahm der Rat am 2.5.1967 eine Schulbesichtigungsreise im Kreisgebiet. Es wurden die Mittelpunktschulen in Wienhausen, Lachendorf, Eldingen, Sülze und Groß Hehlen besichtigt. Auch die Realschule in Altenhagen und die Eugen-Naumann-Schule in Bergen wurden angesehen.

Da der Schulanbau in Eldingen sehr gut gelungen und auch schulmäßig praktisch ausgeführt ist, fand diese Bauweise einen guten Anklang. Bereits am 18.5.1967 wurde die Firma Variel aus Buxtehude gebeten, ein unverbindliches Angebot mit Zeichnungsentwurf zu fertigen.

Als Raumbedarf wurde angegeben:
6 Schulklassen, 1 Werkraum mit Nebenraum, 1 Naturlehreraum mit Nebenräumen, 1 Pausenhalle, die gleichzeitig als Gymnastikhalle dienen soll, 1 Rektorenzimmer und ein Lehrerzimmer sowie die entsprechenden Toiletten.

Bei dem Ausflug des Lehrerkollegiums wurde auch die Schule in Dielmesse, die durch die Fa. Zenker & Co. erstellt wurde, besichtigt. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile wurde der Bauweise der Fa. Variel der Vorrang eingeräumt.

Am 2.8.67 erhielt die Gemeinde Garßen vom Landkreis Celle die gute Nachricht, daß der geplante Schulerweiterungsbau noch in diesem Jahr erstehen kann, wenn die Gemeinde in der Lage ist, bis zum 15.10.1967 den Auftrag an eine Firma zu erteilen.

In einer am 16.8.1967 beim Landkreis Celle mit Herrn Oberkreisdirektor Dr. Bruns, Herrn Kreisamtsmann Luttermann, dem Verwaltungsausschuß der Gemeinde Garßen, Herrn Schulrat Reuter, Herrn Rektor Hahn und Herrn Lenz von der Fa. Variel stattgefundenen Besprechung wurde nochmals auf die günstige Finanzierung hingewiesen.

Aufgrund dieser Tatsachen wurde sofort mit dem früheren Grundstückseigentümer, Herrn Denecke, wegen Abriß der Wirtschaftgebäude verhandelt und am 19.8.1967 bereits damit begonnen.

Da das alte Badehaus am Schulgelände ebenfalls abgebrochen werden mußte, war die umgehende Umquartierung der Mieter dieses Hauses notwendig.

Auch hier wurde großes Verständnis vorgefunden, und die Mieter konnten in andere Wohnungen eingewiesen werden. Ende August 67 konnte auch dieses Haus der Spitzhacke zum Opfer fallen. nachdem der Platz vor den Gebäuden geräumt war, hat die Firma Zielecke aus Eschede im Auftrag der Fa. Variel mit dem Fundamentbau begonnen.

Am 22. September 1967 erhielt die Gemeinde die erste Darlehenszusage in Höhe von DM 160.000,- aus dem ERP-Sondervermögen. Das Darlehn aus der Kreisschulbaukasse des Landkreises Celle in Höhe von DM 150.000,- war ebenfalls schon genehmigt.

Am 13.10.67, morgens, teilte Herr Luttermann vom Landkreis Celle telefonisch mit, daß der offizielle Auftrag an die Fa. Variel in Buxtehude erteilt werden kann. Der schriftliche Auftrag ging am gleichen Tage heraus.

Bereits am 14.10.67 konnte durch den Bürgermeister, Herrn Sohnemann, die Grundsteinlegung vorgenommen werden. Es wurden die Urkunde sowie die zwei Tageszeitungen in dem westlichen Mauerwerk des Treppenaufganges unter Teilnahme des Lehrerkollegiums und der Bevölkerung eingemauert.

Am 18.10.1967 wurde, nachdem das Fundament fertig war, der Kran aufgestellt und der Durchbruch zur alten Schule getätigt. Für den 19.10.67 hatte die Fa. Variel den Rat und die hiesige Presse und das Fernsehen gebeten, um auf der Baustelle den Aufbau der Elemente zu demonstrieren.

Am 20.10.1967, gegen 18.00 Uhr, wurde das letzte Element von insgesamt 54 Stück aufgestellt. Der Kran wurde anschließend abgebaut und ist am Sonnabend, dem 21.10.67 abgefahren.

Inzwischen sind die einzelnen Handwerker mit dem weiteren Ausbau beschäftigt. Am 6.11.67 sind die Tischler, Anstreicher und die Elektriker eingetroffen. Die Fa. Zielecke hatte inzwischen die Treppe zum Obergeschoß fertiggestellt.

Am 22.12.1967 wurde der Schulerweiterungsbau offiziell der Gemeinde durch die Firma Variel übergeben. Zwei Tage vorher ist der Bau durch das Kreisbauamt ohne Mängel abgenommen worden.

U R K U N D E

für die Grundssteinlegung des Schulanbaues in Garßen.

Am 4. Juli 1952 wurde der 1. Anbau und am 11.1.1961 der 2. Anbau begonnen und jeweils zu Ende geführt. Doch immer noch ist die Schule zu klein, und es fehlen 6 Schulklassen, 1 Naturlehreraum und 1 Werkraum.

Wegen des Klassenmangels mußten 4 Klassen außerhalb der jetzigen Schulgebäude verlegt werden und wurden in den Schulen Altenhagen und Bostel sowie im Sportheim und Konfirmandenraum untergebracht.

Der Rat hatte sich schon längere Zeit mit diesem Notstand befaßt und mußte immer wieder wegen finanzieller Schwierigkeiten einen weiteren Ausbau zurückstellen. Nach Ankauf von 2 Grundstücken konnte nunmehr das richtige Grundstück gekauft werden. Es handelt sich um das Hofgrundstück Nr. 8 des Landwirts Denecke, welches zu einem Preise von 140.000,- DM erworben wurde. Dieses Grundstück grenzt unmittelbar an das jetzige Schulland an.

Daraufhin hatte der Rat der Gemeinde Garßen am 22. August 1967 einstimmig beschlossen, sofort den Schulanbau in Angriff zu nehmen und die Fa. Variel in Buxtehude mit der Ausführung in Fertigbauweise zu beauftragen.

Dieser Schulanbau wird der Gemeinde mit Einrichtung etwa 700.000,- DM kosten, die Bauzeit soll 3 Monate betragen.
Die Schülerzahl am 15.8.1967 betrug 344.
Von den Gemeinden
Altenhagen 19 Kinder
Alvern 17 Kinder
Bostel 27 Kinder
Ohe 15 Kinder
besuchen ebenfalls die hiesige Schule.

Am Tage der Grundsteinlegung gehören dem Rat folgende Ratsmitglieder an:
Christlich Demokratische Union - CDU -:
Bürgermeister Sohnemann, II. Beigeordneter Buchholz, Ratsherr Hermann Gellermann, Ratsherr Diederichsen, Ratsherr Uhde,

Sozialdemokratische Partei - SPD -:
I. Beigeordneter Kißling, Ratsherr Caspari, Ratsherr Hoepfner, Ratsherr Stute,

Unabhängige Wählergemeinschaft - UWG -:
Ratsherr Bodzian, Ratsher Soblik.

Dem Lehrerkollegium gehören an:
Rektor Hahn, Konrektor Ostermann, Lehrerinnen Bärenfänger, Brüggemenn, Busch, Gerull, Griep, Moebius, Puvogel und Sieg und die Lehrer Liefert, Krüger und Wengler-Rust. Außerdem gehören Pfarrvikar Rega und die kath. Gemeindehelferin Runau dem Kollegium an.

Zu den Mitgliedern der Verwaltung zählen:
Gemeindedirektor Basler, Kassenverwalter Stumpf, Verwaltungsangestellte Meine, Verwaltungslehrling Wegner.

Der neue Schulanbau soll mit dem gesamten Schultrakt eine Einheit und Stätte bilden, von der aus die Kinder unserer Gemeinde und der Gastgemeinden, wie Alvern, Altenhagen, Bostel und Ortsteil Ohe der Gemeinde Höfer, sich betreut und sicher geleitet fühlen.

Das Lehrerkollegium soll und will hier aber auch für die nachkommenden Generationen die Grundlagen für eine Lebensgemeinschaft in einer christlichen Lebensordnung legen.

Garßen, den 14. Oktober 1967

Sohnemann
Bürgermeister

Hahn
Schulleiter

Basler
Gemeindedirektor

Spenden zur Schuleinweihung:

Die Kreissparkasse spendete ein wertvolles Kofferrundfunkgerät,
die Gemeinde Altenhagen überreichte einen Scheck über DM 100,-, ebenso der Kaufmann v. Hinten.
Von der Gemeinde Bostel wurde nachträglich noch ein Scheck über DM 500,- überwiesen.
Die Geldspenden wurden dem Lehr- und Lernmitteletat beigefügt.

Nach zweijähriger Pause veranstaltete die Mittelpunktschule am 8. und 9. März 1968 ihren Elternabend. Das Programm brachte für jeden Geschmack etwas. In bunter Folge wechselten sich Chorlieder, z. T. begleitet von Orffschen Instrumenten, Märchenspiele, Zwiegespräche, Gedichte, Flötenmusik und heitere Szenen ab.

Klassenfahrt 1968:
Klasse 7 und 5a zur Porta-Westfalica und Steinhuder Meer
Klasse 4a und 4b Landeshauptstadt Hannover
Klasse 8 4tägige Fahrt nach Geesthacht und Helgoland
Klasse 9S vom 19.8.1967 - 31.8.1967 zum Bodensee mit Aufenthalt in der Jugendherberge Lindau und Jugendherberge Hindelang im Allgäu.

Schuljahr 1968/69

Die Gesamtschülerzahl betrug zu Beginn des Schuljahres 378, davon waren 191 Mädchen und 187 Jungen.

Schüler nach Wohngemeinden: Garßen 282, Alvern 15, Bostel 33, Ohe 10, Altenhagen 38.

Zur Realschule waren zu Beginn des Schuljahres abgegangen:
aus dem 4. Schuljahr 11, aus dem 5. Schuljahr 8 und aus dem 8. Schuljahr 1 = insgesamt 20 Kinder.

Zum Gymnasium gingen:
aus dem 4. Schuljahr 10 Kinder und aus dem 5. Schuljahr 1 Kind.

Neu eingeschult wurden 28 Mädchen und 28 Jungen = 56 Kinder.

Die Klassenzahl betrug 14.
Die 1., 2., 4., 5. und 6. Klassen waren doppelzügig, die 7 - 9S einzügig.

Lehrkräfte:
Neu in Kollegium aufgenommen wurden der Lehrer i.R. Albert Hesse, der bisher an der Schule in Eldingen unterrichtet hatte, und die Lehrerin z.A. Wiltraud Lynen, die aus Markoldendorf kam.

Unterrichtsbedürfnis:
Einem Stundensoll von 456 Stunden stand ein Stundenist von 386 Stunden gegenüber. Das ergab ein Fehl von 13,4%.
Werkunterricht wurde nur im 7. und 8. Schuljahr = 2 Stunden, in der 9 und 9S Klasse = 4 Stunden von Herrn Gellermann sonnabends gegeben.

Klassenfahrten:
Klasse 9S vom 3.9. - 11.9.1968 nach Bacharach an den Rhein.
Die Führung hatte Herr Ostermann, und als Begleiterin fuhr Fräulein Moebius mit.

Wahl eines Schülersprechers:
Gem. den Vorläufigen Richtlinien zur Schülermitverantwortung wurde am 18.11.1968 die Wahl eines Schülersprechers durchgeführt.
Bei dieser Wahl erhielten Karl-Heinz Korte, Kl. 9, 65 Stimmen, Marlies Müller, Kl. 9S, 52 Stimmen und Horst Sander, Kl. 9, 36 Stimmen. Somit war Karl-Heinz Korte zum Schülersprecher gewählt.

Am 18. November 1968 wurde zum ersten Male der neue Pausenhof von den Klassen, die im Erweiterungsbau untergebracht sind, benutzt.

20.12.1968: Der Unterricht vor den Weihnachtsferien schloß mit einer Weihnachtsfeier in der Pausenhalle, bei der alle Klassen mitwirkten.

Während des Schuljahres mußten viele Unterrichtsausfälle durch Vertretungen an anderen Schulen hingenommen werden. So vertrat Frau Gerull mehrere Wochen (Februar/März 1969) den erkrankten Lehrer Buchholz in Hustedt, Herr Ostermann wurde mit 16 Stunden vom 15.4.1969 bis zum Schuljahresende nach Groß Hehlen abgeordnet, und Frau Bärenfänger vertrat Herrn Kaczinski in Altenhagen von Anfang Mai bis zum Schuljahresende.

Schulabgänger nach vollendeter Volksschulpflicht:
Am 15. März 1969 verließen
17 Kinder mit einem Abschlußzeugnis und
16 Kinder mit einem Abgangszeugnis
die Schule.

Schulstatistik 1960 - 1968

Zahl der Schüler Zahl der selbst. Klassen Zahl der hauptamtl. Lehrkräfte männl. Zahl der hauptamtl. Lehrkräfte weibl. Zahl der voll besch. Lehrkr. männl. Zahl der voll besch. Lehrkr. weibl. Normal-Klassenräume Behelfs-Klassenräume
1960 192 6 4 1 - 1 4 1
1961 213 7 4 1 1 1 4 2
1962 260 8 4 3 - 1 7 -
1963 294 10 5 3 - - 7 1
1964 338 11 6 3 - - 7 1
1965 337 12 6 4 - 1 7 3
1966 K 344 13 4 7 1 1 7 3
1966 K
1967
343 13 3 7 1 1 7 3
1967
1968
348 13 3 7 2 1 7 3
Jan. 68 370 13 4 8 3 1 12 2 Kleinklassen

Alte Schule mit 1. Anbau (1953)
2. Erweiterungsbau 19612. Erweiterungsbau 1961

Behelfsklassenräume 1966

Sportheim GarßenSchule Bostel

Badehaus (1938) und Jugendheim

Badehaus (1938) und Jugendheim

Abriß des Badehauses August 1967Abriß des Badehauses August 1967

Wohnhaus Denecke

Wohnhaus Denecke

Abbruch 1967Blick auf die Wirtschaftsgebäude

Abriß der Scheune 1967

Abriß der Scheune

Abriß der Scheune

Schuppen (1874)

Schuppen (1874)

Schuppen (1874)Abbruch des Schuppens 1967

Bau der neuen Schule 1967

FundamentbauGrundsteinlegung 14.10.1967

Aufsetzen der Stahlbeton-Bauelemente durch die Firma VARIEL

Die Cellsche Zeitung berichtete am 20.10.1972:

 

Aus der Schulchronik konnten für die Jahre von 1887 - 1913 folgende Konfirmanden festgestellt werden:

1887: Hermann Denecke, August Niemeyer, Karl Ohms, Ferdinand Lott, Wilhelm Brammer, Marie Gralher, Anna Stradtmann, Marie Gerhardt, Agnes Meyer, Mathilde Leifert, emmy Frohbusch

1888: Karl Vespermann, Fritz Ützmann, Karl Schaper, Wilhelm Hustedt, Auguste Knoop, Marie Lott, Marie Meyerhoff

1889:Hermann Niemann, Wilhelm Lammers, Wilhelm Meyer, Meta Denecke, Marie Bakes, Bertha Klindtworth, Frieda Niemeyer, Marie Gellermann

1890:Gustav Hustedt, Willi Gellermann, Karl Stradtmann, Theodor Hesse, Willi Buhr, Bernhard Klindtworth, Alwine Knoop, Frieda Hustedt, Anita Hustedt, Hermine Brammer, Henni Bühring

1891:Hermann Meine, Hermann Vespermann, Paul Willers, August Schubert

1892:Hermann Lammers, Hermann Gralher, Franz Herbst, Hugo Bühring, Willi Niemeyer

1893:Fritz Buhr, Auguste Knoop, Frieda Stradtmann, Dora Effinghausen

1894:August Knoop, Friedrich Gellermann, Otto Garner, Wilhelm Lott, Alwine Maaß, Alma Hustedt, Marie Niemeyer

1895:Otto Gralher, August Lilie, Louis Hustedt, Hermann Fricke, August Meyer, Auguste Theile, Bertha Krüger, Frieda Baars

1896:Hr. Bormann, Albert Hustedt, Herm. Willers, Fr. Brammer, Willi Meyer, Anna Klindtworth, Joseph Bühring, Frieda Barkhausen

1897:Hermann Niemeyer, August Baars, August Klindtworth, August Effinghausen, Wilhelm Lutterloh, Ella Meyer

1898:Hr. Baars, Hr. Lege, Hr. Effinghaus, Hermann Brammer, Fr. Gellermann, Henri Hustedt, Richard Hustedt, Anno Knoop, Math. Meyer, Elsb. Maaß, Anna Lilie

1899:Hermann Knoop, Otto Effinghaus, Auguste Gralher, Minna Bühring, Adele Effinghaus, Emma Fuhrberg, Emma Brandt

1900:Heinrich Knoop, Wilhelm Niemann, Hermann Garner, Ernst Klindtworth, Emma Krüger, Wilhelmine Hustedt, Doris Müller, Marie Maaß, Ella Willers, Marie Uhde, Louise Niemeyer, Lina Barkhausen

1901:Willi Baars, Friedr. Brammer, Annita Hesse, Minna Effinghaus, Alwine Niemeyer, Marie Korte

1902:Heinrich Müller, Karl Bühring, Karl Niemeyer, August Maaß, Lina Hustedt, Alwine Knoop, Ollilie Gellermann, Frieda Timme, Auguste Lege, Auguste Bormann, Emma Bockelmann

1903:Karl Klindtworth, Auguste Ützmann, Sophie Hustedt, Auguste Garner, Helene Hustedt, Ella Vespermann, Erna Garner, Emma Hauer

1904:John Knüllig, Hermann Effinghausen, Wilhelmine Fuhle, Dora Niemeyer, Hermine Gralher, Christa Lilie, Erna Hustedt, Frieda Meyer

1905:Hermann Mellies, Anna Garner, Auguste Leifert, Alwine Müller, Auguste Otte, Lina Sizinsky, Marta Korte, Helene Meyer

1906:August Niemeyer, Otto Hustedt, Alwine Krüger, Erna Garner, Frida Knoop, Anna Gellermann, Anna Cassel, Amalie Böttcher, Alwine Winkelmann, Auguste Klindtworth, Doris Schnelle

1907:Hermann Korthe, Wilhelm Wiese, Auguste Baars, August Leiffer, Hermine Meyer, Berta Hahn, Alwine Ehrlich

1908:August Stradtmann, Wilhelm Dehne, Christel Janzen, Auguste Garner, Emma Lege, Martha Schnelle

1909:August Rommel, Friedrich Hertung, Emma Asholz, Auguste Rolfmann, Erna Meyerhoff, Frieda Fuhle, Maria Ramme, Lieschen Grote, Ilse Hennies, Mariechen Thiele

1910:Willi Baars, Gustav Sohnemann, Fritz Leifert, Heinrich Leiffer, Wilhelm Niemann, Dora Niemeyer, Alwine Effinghausen, Henri Winkelmann, Emma Klindworth, Anna Asholz, Viktoria Meyer, Ida Rommel, Luise Schlote

1911:Wilhem Winterhoff, Hermann Helms, Hermann Luwig, Walter Stapelburg, Alwine Garner, Olga Meyerhoff, Mariechen Bruns, Martha Schröder, Martha Hustedt I

1912:Wilhelm Sohnemann, Paul Rommel, Wilhelm Bock, Heinrich Theile I, Friedrich Müller, Dora Effinghausen, Elise Knoop, Hilda Knoop, Auguste Winkelmann, Marie Helms, Emma Hennies

1913:Wilhelm Brammer, Auguste Leiffer, Heinrich Theile, Hermann Rose, Heinrich Spandau, Adolf Fischer, Richard Gremmel, Wilhelm Deppe, Anna Roffmann, Auguste Asholz, Anna Reynier, Auguste Meyerhoff, Gertrud Niemeyer, Frieda Winterhoff, Luise Reichenbach

Ab 1914 sind keine Aufzeichnungen mehr vorhanden. ier, Auguste Meyerhoff, Gertrud Niemeyer, Frieda Winterhoff, Luise Reichenbach

Ab 1914 sind keine Aufzeichnungen mehr vorhanden.